in Arbeit
Beispiel zum Coaching eines Projektmanagers
Mandat und Retter-Rolle in der Digitalisierung
Eine Projektleiterin übernahm ein Digitalisierungsprojekt ohne klar definierte Entscheidungsbefugnisse gegenüber der Linie – es kam wiederholt zu Konflikten mit Fachbereichsleitern. Ein Drei-Ecken-Kontrakt präzisierte das Mandat, das Dramadreieck machte ihre Retter-Rolle in Konflikten sichtbar, und über die Ich-Zustände fand sie zu einem ruhigeren, erwachsenen Kommunikationsstil. Ein „Sei perfekt“-Antreiber wurde durch eine Gegen-Erlaubnis abgemildert. Nach sechs Sitzungen delegierte sie klarer und trat in Eskalationen souveräner auf.
Vom übernommenen Führungsstil zur eigenen Haltung
Ein Projektleiter in der Automobilzulieferung stand unter Dauerdruck durch ambitionierte Meilensteine des Auftraggebers und ein Team, das sich zunehmend zurückzog. Über die Symbiose-Konzept-Arbeit wurde deutlich, dass er systematisch Aufgaben seines Teams übernahm, statt Verantwortung zurückzugeben. Die Reflexion der eigenen Lebensposition zeigte eine unbewusste „Ich bin nicht ok“-Grundhaltung, die sein Vertrauen in die Delegation untergrub. Mit dem Autonomiekonzept arbeitete er heraus, dass sein Führungsstil stark von einem früheren, autoritären Vorgesetzten geprägt war, statt seiner eigenen Haltung zu entsprechen. Nach der Coaching-Reihe delegierte er bewusster und trat dem Team auf Augenhöhe statt aus Kontrolle gegenübe
Beispiel zum Coaching eines Projektteams
Von stillen Vorbehalten zu offener Zusammenarbeit
Ein interdisziplinäres Team aus Hardware- und Softwareingenieuren arbeitete mit unklaren Zuständigkeiten und stillen Vorbehalten nebeneinander. Ein Gruppenkontrakt klärte im Auftaktworkshop Rollen und Zusammenarbeitsregeln, die Lebenspositionen machten gegenseitige Zuschreibungen sichtbar, und über die Ich-Zustände lernte das Team, verdeckte Spannungen direkt anzusprechen. Ein fester Feedback-Rahmen ergänzte die bislang fehlerorientierte Kommunikation. Ergebnis: klarere Absprachen und weniger Reibung an den Schnittstellen.
Antreiber-Konflikte unter Zeitdruck auflösen
Ein Projektteam in einem IT-Rollout-Projekt litt unter starkem Zeitdruck, der zu kollektivem Perfektionismus und ständigen Nacharbeiten führte. Im Coaching wurde über das Antreiber-Modell auf Teamebene ein gemeinsam wirkender „Mach es schnell“- und „Sei perfekt“-Konflikt sichtbar gemacht, der sich gegenseitig verstärkte. Die Analyse der Lastverteilung mit dem Symbiose-Konzept zeigte, dass einzelne Teammitglieder systematisch mehr Verantwortung trugen als andere. Durch klare Absprachen zur Aufgabenverteilung und vereinbarte Gegenmaßnahmen zu den Antreibern reduzierte sich der Druck spürbar, und die Arbeitsbelastung verteilte sich gleichmäßiger im Team.
Beispiel zum Coaching eines PMO
Vom Sündenbock zur unterstützenden Instanz
Ein neu aufgebautes PMO stieß bei Projektleitern auf Widerstand und wurde als Sündenbock für Verzögerungen wahrgenommen. Ein Drei-Ecken-Kontrakt klärte das bislang implizite Mandat, das Dramadreieck deckte eine unbewusste Verfolger-Position auf, und die Berichtssprache wurde vom Eltern-Ich ins Erwachsenen-Ich überführt. Das Strokes-Konzept machte auch Fortschritte im Reporting sichtbar. Projektleiter begannen, das PMO zunehmend als unterstützende Instanz statt als Kontrollorgan wahrzunehmen.
Von der Zuarbeit zur strategischen Positionierung
Ein etabliertes PMO wurde vom Management zunehmend nur noch für administrative Aufgaben herangezogen, obwohl es strategisch mitwirken wollte. Die Reflexion der Lebenspositionen offenbarte eine stabile, aber zu zurückhaltende Grundhaltung gegenüber dem Management. Über das Autonomiekonzept entwickelte die PMO-Leitung eine direktere Kommunikation und begann, eigene Impulse statt nur Berichte einzubringen. Die Klärung symbiotischer Verstrickungen mit einzelnen Projektleitern half zudem, die PMO-Rolle klarer als Enabler statt als Zuarbeiter zu positionieren. In der Folge wurde das PMO stärker in strategische Entscheidungen einbezogen.
